Brecht-Oberschule

Bertolt-Brecht-Oberschule

Berlin-Spandau
Integrierte Sekundarschule mit gymnasialer Oberstufe

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Ablauf & Beiträge der feierlichen Einweihung der Gedenktafeln zur Erinnerung an zwei NS-Zwangsarbeitslager am 21. November 2011
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Einladung zur feierlichen Einweihung der Gedenktafeln zur Erinnerung an zwei NS-Zwangsarbeitslager am 21.Noember 2011

Krakau/Auschwitz  

Veranstaltung am 6. Mai 2011 in der Knobelsdorff-Schule

Endlich konnte die Gedenktafel, die an die Zwangsarbeit während der Nazi-Diktatur für die Firma Siemens erinnern soll, vorgestellt werden. In seiner Rede dazu erläuterte der Ex-Schüler der Bertolt-Brecht-Oberschule Moritz Lüttich (hat inzwischen längst Abitur gemacht und studiert in Marburg Geschichte und Philosophie) den langen Werdegang, der nach mehr als fünf Jahren nun Erfolg zeigte. Ganz gerührt war auch der 90-jährige Henry Schwarzbaum, der einer der von der Zwangsarbeit betroffenen Auschwitzhäftlinge war und immer Kontakt zur Arbeitsgemeinschaft "Krakau und Auschwitz"gehalten hatte.

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Gedenkveranstaltung zum 65. Jahrestag der Befreiung von der Nazi-Diktatur und zur Erinnerung an Judenverfolgung und Zwangsarbeit

Am Freitag, den 7. Mai, wurde in Spandau auf dem Gelände des TÜVs in der Pichelswerder Straße - hier stand bis 1945 ein Arbeitslager für Zwangsarbeiter - eine Veranstaltung mit einem Überlebenden des Konzentrationslagers Auschwitz und Zwangsarbeiter beim Siemens-Konzern durchgeführt. Eindruckvoll berichtete der nun fast neunzigjährige Henry Schwarzbaum von seinen Erlebnissen als Häftling und Zwangsarbeiter. Unter den Gästen waren auch ca. 50 Schülerinnen und Schüler der Bertolt-Brecht-Oberschule, die sich mit neugierigen, aber äußerst sensiblen Fragen sich zu Wort meldeten.

 

8. Mai Eröffnung

8. Mai Zuhörer 1

8. Mai Zuhörer 2

8. Mai Henry Schwarzbaum

 

Exkursion nach Mittelbau-Dora / Nordhausen im Südharz

Die Idee, das ehemalige Konzentrationslager „Mittelbau-Dora“ zu besuchen, entwickelte unter den Teilnehmern an der Krakau- und Auschwitzfahrt im Juni 2009.

Es fanden sich 17 Interessierte, die dann am 11. /12. Dezember 2009 die Exkursion im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft Krakau und Auschwitz antraten. Auf dem Programm standen neben einem kurzen Stadtrundgang durch Nordhausen vor allem die Besichtigung des ehemaligen Konzentrationslagers, insbesondere der unterirdischen Produktionsanlage der V2.

 

Kleine Geschichte des Lagers

Im August 1943 wurde bei Nordhausen ein Außenlager des KZ's Buchenwald unter dem Namen Dora eingerichtet. Anlass war die Entscheidung, die Raketenmontage unter Tage zu verlagern. KZ-Häftlinge mussten das Stollensystem des Kohnsteins zu einer Raketenfabrik ausbauen und in ihr arbeiten. Mittelbau-Dora war eines der ersten und am Ende das weitaus größte Konzentrationslager, das ausschließlich mit dem Ziel gegründet wurde, die Arbeitskraft der Insassen auszunutzen. Der mörderische Verschleiß von Häftlingsarbeitskraft war einkalkuliert. Circa ein Drittel der etwa 60.000 Häftlinge überlebten diese Tortur nicht. In den ersten Jahren wurden die Häftlinge noch im Stollen selbst untergebracht, d.h. sie mussten untertage bei konstanten 8°C leben.

Nach der Befreiung des KZ's durch amerikanische Truppen wurde es zunächst als Unterkunft für „Displaces Persons“ (ehemalige Zwangsarbeiter) genutzt, die von dort aus in ihre Heimatländer gebracht wurden. Das us-amerikanische Interesse an der V2-Technologie führte dazu, dass der deutsche Wissenschaftler und SS-Sturmbannführer Wernher von Braun in die USA gebracht wurde.

Nach der Übergabe Thüringens an die sowjetische Besatzungsmacht wurden die Eingänge 47/48 gesprengt. Somit blieb die Anlage über Jahrzehnte verschlossen. Seit 1995 ist das Stollensystem durch einen neu angelegten Tunnel für Besucher zugänglich. Der Zustand, wie er bei Öffnung des Stollens vorgefunden wurde, ist so wenig wie möglich verändert worden. In den ehemaligen Montagekammern liegen zerstörte Werkseinrichtungen und Reste aus der Produktion wüst durcheinander. Teile des Stollens sind vom Grundwasser überflutet.

Moritz Bock, KG 10.13

 

Mittelbau Dora - persönlicher Eindruck eines Teilnehmers

In die unterirdische Fabrik Mittelbau Dora gelangt man heutzutage durch einen längeren Gang, der erst vor einigen Jahren angelegt worden ist. Durch diesen kommt man in den Hauptstollen. Man kann drei Stollen-Kammern mittels eines Stegs betreten, obwohl dort sehr viel Schutt liegt. Eine der Stollen-Kammern ist mit Wasser geflutet. Wie wir erfahren haben, handelt es sich dabei um durchgesickertes Regenwasser. In solchen Kammern hatten jeweils ca. 1000 Zwangsarbeiter Platz zum Schlafen gefunden. Die hygienischen Verhältnisse waren nicht menschenwürdig. Während der Produktionsphase wurden Zwangsarbeiter losgeschickt, um tote Gefangene zu suchen, die durch die Schufterei ums Leben gekommen waren. Diese wurden dann im Krematorium auf dem Freigelände des KZ's von anderen Häftlingen verbrannt. Bis zu dessen Fertigstellung wurden die Leichen einfach im Boden eingemauert, wie man uns vor Ort erklärte. Bei dem Gedanken daran wurde mir ganz mulmig. Durch die Hauptstollen fuhr auch eine Lokomotive, mit der die dort gefertigten Raketen und Flugzeugteile hinaus transportiert wurden. Der ganze Aufenthalt im KZ war für mich sehr ergreifend, da uns auch berichtet wurde, mit welchem Psychoterror die Häftlinge gequält, physisch gefoltert und schließlich auch ermordet wurden. An der Gedenkstätte über dem Lager wurden wir alle sehr ruhig, weil wir dort erst das Ausmaß des KZ-Systems begriffen haben. Die Gedenktafel weist darauf hin, aus wie vielen unterschiedlichen Nationen sich die Zwangsarbeiterschaft zusammengesetzt hatte. Ich wünsche mir, dass viel Jugendliche meines Alters diese Gedenkstätte besuchen.

Janik Märker, KG 10.11

 

Studienreise nach Krakau und Auschwitz - 2009

Vom 1. bis 6. Juni 2009 fand unsere Studienreise nach Krakau und Auschwitz statt. Die vierzehn Schülerinnen und Schüler und die beiden Lehrer hatten ein dicht gedrängtes Programm. Natürlich waren wir auch zu Gast bei der Partnerschule, dem II. Lyzeum in Krakau. Ein weiterer Hauptpunkt war der Besuch der Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers Auschwitz, und des Vernichtungslagers in Birkenau. Ein Bericht und Bildeindrücke werden hier dokumentiert.

Erste Bilder

 

Schulpartnerschaft mit Krakauer Schule - 2009

Es ist endlich soweit. Nach langer Suche ist es gelungen, für die Bertolt-Brecht-Oberschule eine Partnerschule in Krakau/Polen zu finden. Die Arbeitsgemeinschaft "Krakau und Auschwitz", die ja bekanntlich schon mehrere Jahre mit Schülerinnen und Schülern nach Krakau und Auschwitz fährt, konnte mit engagierter Hilfe des Auswärtigen Amtes fündig werden. Diese Hilfe verdanken wir den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des deutschen Außenministers Frank-Walter Steinmeier. Am 9. März 2009 wird dann im Beisein des Außenministers und einer Delegation (fünf Schülerinnen und Schüler sowie eine Lehrerin) des II. Liceum Krakau diese Schulpartnerschaft eingeläutet. Anfang Juni werden wir - die Teilnehmer der Arbeitsgemeinschaft - dann bei unserem Aufenthalt in Krakau und Auschwitz die Schule besuchen. Link zur Schulhomepage: www.sobieski.krakow.pl

Bilder vom Besuch im Bundestag

 

Geschichte hat ein Gesicht - 2008

Am 29. September organisierte die Arbeitsgemeinschaft „Krakau und Auschwitz“ wieder eine Veranstaltung mit einer Zeitzeugin. Geladen war die 83-jährige Eugenia Platonova, geborene Kumurschi, eine Ukrainerin, die 1942 von den Nationalsozialisten nach Deutschland zur Zwangsarbeit verschleppt wurde. Geboren in Mariupol am Asowschen Meer wurde sie 16-jährig zusammen mit 300 weiteren Jugendlichen deportiert. In Menden bei Iserlohn musste sie unter schwersten Bedingungen in den Metallwerken Schmöle Zwangsarbeit leisten. Schon bald zeichneten sie Krankheiten. Eine Nonne, die als Krankenschwester tätig war, nahm sich ihrer an, pflegte sie und konnte sogar eine Unterbringung in einem Krankenhaus erreichen. Nur durch ihre Zivilcourage wurde Eugenia gerettet und durfte bis zum Kriegsende in einem Sanatorium arbeiten. Als sie 1945 nach Kriegsende zurück kam, litt sie jahrelang unter Depressionen als Folge der Verschleppung. Dazu kam, dass sie unter Stalin wegen ihrer Arbeit in Deutschland als „Volksverräterin“ angesehen wurde. Nach zahlreichen Hürden ist sie inzwischen als ehemalige Zwangsarbeiterin anerkannt und hat zum ersten Mal den Mut gefunden, nach Deutschland zu kommen. Ihr besonderer Wunsch war es, der Franziskaner-Nonne für ihre mutige Hilfe zu danken. Leider war sie schon verstorben, aber im Kloster noch in guter Erinnerung. Die Fragen der 35 anwesenden Schülerinnen und Schüler nahm Eugenia äußerst interessiert auf und beantwortete sie, ergänzt durch anschauliche Details, bereitwillig. Am Ende lobte sie das Engagement der Schülerinnen und Schüler. Ermöglicht haben uns diese Veranstaltung die beiden Leiterinnen des Berliner Dokumentartheaters, Marina Schubert und Katharina Goebel, die auch als Übersetzerinnen fungierten. Holger Schmidt und Erich Becker

 

Tagesfahrt nach Stettin/Polen - 2008

Schülerinnen und Schüler der Arbeitsbemeinschaft "Krakau und Auschwitz" haben einen Tag in Stettin verbracht. Dabei haben sie nahezu alle historischen Bauten besucht. Höhepunkt der Exkursion war der Aufstieg zum Schlossturm und vor allem der Blick von der Aussichtsplattform auf Stettin.

 

Gedenkfeier zur Erinnerung der NS-Zangsarbeit - 2008

Zum dritten Mal beteiligen sich Schülerinnen und Schüler der Bertolt-Brecht-Oberschule an der Gedenkveranstaltung zum 8. Mai. im Evangelischen Waldkrankenhaus. Um 9.00 Uhr eröffnete der ehemalige Bezirksbürgermeister Werner Salomon die Veranstaltung mit einer Ansprache am Mahnmal zur Erinnerung an die NS-Zwangsarbeit. Anschließend konnten die zahlreichen Schülerinnen und Schüler sowie Gäste einer Präsentation des Abiturienten Patrick Schmett zu den gigantomanischen Plänen des NS-Regimes "Germania und die Arbeiterstadt Große Halle" folgen. Unter dem Titel "Erinnerungen für die Zukunft" fand mit Schülerinnen und Schülern der "AG Krakau und Auschwitz" und mit Schauspielern des Dokumentartheaters unter Leitung von Marina Schubert eine szenische Lesung statt.

 

Zug der Erinnerung - Bahnhof Grunewald 21.April 2008

Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft "Krakau und Auschwitz" besuchten den "Zug der Erinnerung" am Bahnhof Grunewald. Von hieraus wurden Tausende von 1941 bis 1945 in Vernichtungslager geschickt. In der Ausstellung des Zuges wurden vor allem Kinderschicksale dokumentiert.

 

Am Ende kommen Touristen

Diskussionsveranstaltung am 12. 12. 2007 mit dem Filmregisseur und ehemaligen Schüler der BBO Robert Thalheim sowie dem Zeitzeugen Henry Schwarzbaum vor über 300 Brecht-Schülern im Cineplex Spandau.

Schüler der 10. bis 13. Klassen der BBO haben sich den Film „Am Ende kommen Touristen" angesehen und die Möglichkeit genutzt, viele interessante Fragen zu dem Film und seinem Inhalt an die eingeladenen Gäste zu richten.

In dem Film reflektiert Robert Thalheim seine Zeit als Zivildienstleistender in Auschwitz/Ocewiecim. Seine Absicht war nicht, einen Dokumentarfilm über Auschwitz zu drehen, sondern er schildert den Umgang der Einwohner mit der Vergangenheit ihres Ortes im Alltag und kritisch die Tätigkeit der dort ansässigen Begegnungsstätte, die dem Museum Auschwitz angegliedert ist. Viele Schüler waren anfangs irritiert wegen des offenen Endes des Films, andere dagegen empfanden den Schluss überhaupt nicht als offen. Ausführlich berichtete Thalheim über die Drehbedingungen vor Ort und darüber, wie sein Film im Ausland (inzwischen auch in Israel) aufgenommen worden ist.

Henry Schwarzbaum war Insasse des Lagers Birkenau und später als Zwangsarbeiter im Außenlager Bobrek für die Firma Siemens tätig. Wie die Filmfigur Krzeminski ist Henry Schwarzbaum seit einigen Jahren bereit, Jugendlichen mit großer Eindringlichkeit von seinen schrecklichen Erlebnissen in Auschwitz zu berichten.

Im Gegensatz zu der im Film dargestellten Gesprächssituation mit Lehrlingen zeigten die Schüler der BBO ehrliches Interesse und starke Anteilnahme. Für die meisten Schüler wird die Veranstaltung bestimmt einen großen Erinnerungswert an ihre Schulzeit behalten.

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Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 23. November 2011 um 18:06 Uhr  

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