Brecht-Oberschule

Bertolt-Brecht-Oberschule

Berlin-Spandau
Integrierte Sekundarschule mit gymnasialer Oberstufe

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Bertolt Brecht

Mit 24 Jahren schreibt Brecht über seine Schulzeit: "... Die Volksschule langweilte mich vier Jahre. Während meines neunjährigen Eingewecktseins in einem Augsburger Realgymnasium gelang es mir nicht, meine Lehrer wesentlich zu fördern. Mein Sinn für Muße und Unabhängigkeit wurde von Ihnen unermüdlich hervorgehoben. ..."

Bertolt Brecht
Bertolt Brecht wurde am 10. Februar 1898 in Augsburg geboren. Sein Vater war Fabrik-direktor. Er wuchs in recht wohlhabenden Verhältnissen auf. Schon als Sechzehnjähriger veröffentlichte er Beiträge zuerst in einer Schülerzeitung, später dann in den Augsburger Neuesten Nachrichten und in der München-Augsburger Abendzeitung. Obwohl er Naturwissenschaften und Medizin in München studierte, blieben das Schreiben und das Theater seine Leidenschaft., so dass er bald in den Münchner Kammerspielen als Regisseur arbeitete.
Er schreibt Theaterstücke, Gedichte, Kalendergeschichten, in denen er Partei ergreift für diejenigen in der Gesellschaft, die nicht zu den Besitzenden gehören. Besonders prangert der den Krieg und die daran Schul-digen an. Brecht wird in Berlin in den zwanziger u. dreißiger Jahren zu einem der wichtigsten Theatermacher
Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten 1933 werden seine Stücke verboten und dürfen nicht mehr in den Theatern gespielt werden. Seine Bücher werden, wie die anderer sozialistischer Schriftsteller auch, am 9. November verbrannt und dürfen danach nicht mehr verbreitet werden. Brecht flieht mit seiner Frau Helene Weigel, einer bekannten Schauspielerin, über Dänemark, Schweden, die UdSSR schließlich in die Vereinigten Staaten von Amerika (USA), wo er, wie viele andere Deutsche auch, Asyl findet.

Bertolt Brecht Portrait
Nach 1947 kommt es zu politischen Auseinandersetzungen zwischen den ehemaligen Verbündeten, den USA und der UdSSR. In Amerika setzt eine Verfolgung aller Mensch-en ein, die im Verdacht stehen, mit ihrer politischen Einstellung die UdSSR zu unterstützen. Dazu gehört auch Bertolt Brecht. Seine Frau und er verlassen daher 1948 die USA. Die neu entstandene Bundesrepublik Deutschland will ihm aus den gleichen Gründen die Einreise nicht gestatten, so dass er das Angebot der Regierung der DDR an-nimmt und ab 1948 in Ost-Berlin am Theater am Schiffbauerdamm arbeitet. Nach den Jahren des Exils und des unfreiwilligen Reisens freut er sich besonders über das Sommerhaus in Buckow.

Bertolt Brecht stirbt am 14. August 1956. Sein Grab befindet sich auf dem Doretheenstädtischen Friedhof in der Chausseestr.



Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 17. März 2009 um 14:08 Uhr  

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