MINT-Make@thon

Vom 31. August bis zum 4. September 2026 nahmen rund 80 ausgewählte Schülerinnen und Schüler des 10. und 11. Jahrgangs der Bertolt-Brecht-Oberschule erstmals an einem MINT-Make@thon teil. Eine Woche lang drehte sich alles um das Oberthema „Wasser und Gesellschaft“ und die Frage, wie ein nachhaltiger Umgang mit der Ressource Wasser in Berlin aussehen kann.
Möglich wurde der Make@thon durch die finanzielle Unterstützung der Siemens Stiftung. Inhaltlich gestaltet und durchgeführt wurde die Projektwoche von Noah Kahmen und seinem Team von der Universität Osnabrück. Die Organisation und Koordination an der Bertolt-Brecht-Oberschule übernahm Dr. Nina Bohlke, die den Make@thon vor Ort vorbereitete und begleitete. Im Mittelpunkt standen dabei vor allem die Ideen unserer Schülerinnen und Schüler.

Abbildung 1: Noah Kahmen bei der Auftaktveranstaltung in der Aula.
Ihre Aufgabe lautete:
„Entwickelt im Team eine kreative und konkrete Lösung für eine Herausforderung rund um die Ressource Wasser – mit besonderem Blick auf Berlin. Eure Idee soll zeigen, wie Wasser in der Stadt nachhaltig genutzt, gereinigt, gespeichert oder eingespart werden kann, um es als Lebensgrundlage für alle Menschen zu sichern. Präsentiert eure Ergebnisse am Ende der Woche im Rahmen einer Ausstellung.“
Den Auftakt bildete ein gemeinsames Science Breakfast. Hier konnten sich die Schülerinnen und Schüler zunächst mit dem Thema auseinandersetzen und erste Ideen entwickeln. Danach begann die eigentliche Projektarbeit: Eine Woche lang arbeiteten die Jugendlichen weitgehend eigenständig in ihren Teams. Es wurde recherchiert, diskutiert, programmiert, konstruiert, experimentiert, verworfen und neu gedacht. Aus ersten Überlegungen entstanden innerhalb weniger Tage konkrete Projekte und Prototypen.
Begleitend konnten die Schülerinnen und Schüler verschiedene Workshops besuchen und neue Kenntnisse für ihre Projektarbeit erwerben. Das Angebot reichte von Design Thinking und 3D-Druck bis zu den Workshops „KI clever nutzen – prompten und prüfen“, „KI verstehen – trainieren, testen und hinterfragen“ und „Experimente: Wasser im Klimawandel“.
Zusätzliche Impulse lieferten externe Expertinnen und Experten. Prof. Dr. Tobias Krüger gab in seinem Vortrag „Klima und Wasser im Wandel“ Einblicke in aktuelle Herausforderungen rund um Klimaveränderungen und Wasserressourcen. Die Berliner Regenwasseragentur stellte das Konzept der „Schwammstadt Berlin“ vor und zeigte, wie Regenwasser in einer wachsenden Stadt besser gespeichert und genutzt werden kann. Passend dazu wurde auch eine Exkursion zum Thema Schwammstadt angeboten.
Eine besondere Rolle übernahmen zudem Lena Tirock und Marie Krajewski: Sie gestalteten eigenständig einen Peer-Workshop zum Thema „Fake News erkennen“ und gaben ihr Wissen an andere Schülerinnen und Schüler weiter. Für ihr Engagement und die erfolgreiche Durchführung erhielten sie ein Zertifikat.
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Abbildung 2: Marie Krajewski und Lena Tirock führten einen Peer-Workshop durch und erhielten ein Zertifikat für Ihr Engagement.
Von der Idee bis zur Auszeichnung
Am Ende der Woche präsentierten alle Teams ihre Ergebnisse im Rahmen einer gemeinsamen Ausstellung. Dabei zeigte sich eine beeindruckende Bandbreite an Ideen – von digitalen Anwendungen über Schwammstadtmodelle bis hin zu konkreten Konzepten und technischen Modellen für einen nachhaltigeren Umgang mit Wasser.
Den Innovation Award erhielten Rory Wood und Jannick Janisch für ihre selbst programmierte App „WaterWise“. Die beiden Schüler beschrieben ihr Projekt folgendermaßen: „Unser Projekt ist eine App, die den Wasserverbrauch im Alltag trackt. Mit ihr lässt sich sowohl das direkt als auch das im Alltag verbrauchte virtuelle Wasser Tracken. Die App soll dabei helfen, einen bewussteren Umgang mit Wasser zu schaffen.“
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Abbildung 3: Jannick Janisch und Rory Wood gewannen mit der App „Waterwise“ den Innovation Award.
Mit dem Realization Award wurden Marek Michalski, Emily Schneider, Atefa Nasseri und Raviyar Maaroof für ihr „Sinimini Projekt“ ausgezeichnet. Es handelte sich hierbei um ein funktionsfähiges Modell eines Schwammhauses, welches veranschaulicht, wie Regenwasser im urbanen Raum aufgenommen, gespeichert und anschließend wieder genutzt werden kann.
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Abbildung 4: Emily Schneider, Raviyar Maaroof, Atefa Nasseri und Marek Michalski gewannen mit Ihrem Schwammstadtmodell“ den Realization Award.
Den Science Award erhielten Elena Maricia Sarau und Huiyun Zhang für ihr Projekt „Berlin Schwamm Kit“. Sie entwickelten ein computersimuliertes Modell eines Pumpenprototyps, mit dessen Hilfe Regenwasser aufgefangen und einer erneuten Nutzung zugeführt werden soll.
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Abbildung 5: Elena Maricia Sarau und Huiyun Zhang gewannen Ihrem Pumpen-Prototyp den Science Award.
Der Make@thon war für unsere Schule weit mehr als eine klassische Projektwoche. Die Schülerinnen und Schüler beschäftigten sich mit einer realen gesellschaftlichen Herausforderung, entwickelten eigene Lösungsansätze und übernahmen selbst Verantwortung für ihren Arbeitsprozess. Dabei waren nicht nur naturwissenschaftliches und technisches Wissen gefragt, sondern ebenso Kreativität, Problemlösefähigkeit, Teamarbeit, Eigeninitiative und Durchhaltevermögen.
Vor allem aber zeigte die Woche, wie viel entstehen kann, wenn Schülerinnen und Schüler den Raum erhalten, eigene Ideen zu verfolgen, Dinge auszuprobieren und gemeinsam Lösungen zu entwickeln.
Der erste MINT-Make@thon an der Bertolt-Brecht-Oberschule hat damit eindrucksvoll gezeigt: Zukunftsfragen müssen nicht nur diskutiert werden – unsere Schülerinnen und Schüler können selbst Ideen entwickeln, Lösungen ausprobieren und Zukunft aktiv mitgestalten.






